Wollstoff-Filz-Experiment

Es ist kalt. Eine gute Gelegenheit (wenn man denn von gut reden möchte) einen schönen warmen Filzrock zu nähen. Und wie der Zufall es so will, fand ich beim meinem Stoffhändler noch ein ausreichendes Reststück anthrazitfarbenden Wollstoffs. Er war aber nicht so fest, wie ich mir es gewünscht hatte. In Anbetracht der reichlichen 70 cm, überlegte ich mir, ihn in der Waschmaschine bei 40° zu waschen, in der Hoffnung, dass er ein wenig nachfilzt und fester wird. Das tat er auch, allerdings mit einer nicht unerheblichen Schrumpfung. Der Stoff hatte jetzt zwar genau die richtige Festigkeit, war aber auf knapp 50 cm eingelaufen. Das reicht mal gerade für einen Ultra-Mini-Rock, der mit Ach und Krach den Hintern bedeckt, für den Winter vielleicht nicht unbedingt das wärmende Kleidungsstück.

Aaaber, weil er so schön fest geworden war, kam mir die Idee, gleich lecker warme Filzjacken zu nähen. Also flugs den Bedarf ausgerechnet, die Schrumpfung berücksichtigt und nichts wie hin zum Stoffladen. Dort war man auch bereit einen weiteren Ballen Stoff zu bestellen, jedoch erstaunt, dass der Wollstoff eingelaufen war, bzw. sich verfilzt hatte, da er als, mit heißem Wasser vorbehandelt ausgezeichnet war. Egal, Hauptsache er wird wieder so, wie gewünscht.

So, und nun habe ich hier massig Wollstoff, den ich erstmal teilen muss, weil die Menge nicht komplett in die Waschmaschine passt. Daraus sollen eine Jacke für meinen Sohn, eine für den GöGa und eine für mich, inklusive eines Rocks, werden.

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