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portrait formgeben

Vor über dreißig Jahren habe ich mit dem Nähen begonnen. Zum einen hatte ich sehr eigene Vorstellungen von dem, was ich tragen wollte. Zum anderen ist und bleibt meine Körpergröße nicht gerade Konfektionsmaß-kompatibel. Ärmel und Hosenbeine sind grundsätzlich zu kurz.

Es waren aber nicht diese praktischen Gründe, die mich zu einem Modedesign-Studium geführt haben, sondern eher der Drang zum Gestalten, sowohl im Handwerklichen, als auch im Abstrakten. Ich habe immer gerne etwas mit den Händen gemacht und ich konnte mir auch immer gut vorstellen, wie etwas aussehen soll.

Im Studium entwickelte sich daher die Schnitttechnik sehr schnell zu meinem absoluten Lieblingsfach, bot sie doch endlich einen Weg, meine Vorstellungen zielgerichtet umzusetzen. Es war, als wäre eine Tür zu einem Land der unbegrenzten Möglichkeiten geöffnet worden.

Der raffinierteste Schnitt taugt jedoch nichts, wenn die Eigenschaften des verwendeten Stoffs nicht stimmen und die Verarbeitung nicht angemessen ist. Entwurf, Schnitttechnik, Materialkunde und Verarbeitungstechniken sind eng miteinander verbunden. In jedem dieser Bereiche gibt es immer wieder Neues zu erkunden und die Ergebnisse bieten wiederum unendliche Kombinationsmöglichkeiten.

Mit großer Neugier ging ich zu Beginn meines Studiums durch diese Tür. Und mit ungebrochener Leidenschaft wandere ich immer noch durch dieses wunderbare Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Zwischendurch habe ich zwar noch einen anderen Beruf gelernt und ausgeübt, aber das Entwerfen, Konstruieren und Schneidern ist stets geblieben.

Heute ist mir diese Tätigkeit wichtiger denn je. Sie ist wie eine gereifte Liebe. Ich mag das Handwerk als solches, ich mag Stoffe, ich mag die Herausforderung Ideen in Schnitte umzusetzen, ich mag praxistaugliche Kleidung, die mein Schönheitsempfinden befriedigt. Ich möchte einfach Kleiderträume schaffen.