Glasgestaltung - Michael Scheu  
    aktuell / start
   
  Aktuelle Austellung:
ANONYME ZEICHNER N°10 Kunstraum Kreuzberg / Bethanien Berlin
12. Dezember 2009 - 17. Januar 2010
Eröffnung: 11. Dezember 2009 ab 19.00
 
  Begrüßung: Sigrid Klebba/Bezirksstadträtin für Bildung und Kultur

Öffnungszeiten: täglich 12-19 Uhr
geschlossen am 25./26. Dezember 2009
sowie am 31. Dezember 2009 und 1. Januar 20010

Programm:

jeden Sonntag um 14 Uhr (außer am 27. Dezember):
RUNDGANG DURCH DIE AUSSTELLUNG mit Anke Becker von blütenweiss

Donnerstag, 17. Dezember, 19 Uhr
VORTRAG VON DR. ANDREAS SCHALHORN/Kupferstichkabinett Berlin
“In Grenzen grenzenlos. Anmerkungen zu Qualität und Vielfalt der Zeichnung“

VERKAUF ANONYMER ZEICHNUNGEN zu einem Einheitspreis von jeweils 150 Euro
am Eröffnungsabend sowie an den Wochenenden von 15 - 19 Uhr
(außer am 26./27. Dezember)

Zur Ausstellung erschient eine Publikation in limitierter Auflage
zum Preis von 13 Euro

Kunstraum Kreuzberg / Bethanien
Mariannenplatz 2
D-10997
Tel: 030 - 90 298 1455

     
  "Ex Natura"

 
 
die Schnurmolluske 
<i>(Electrophorus funiculus)
    die Schnurmolluske (Electrophorus funiculus)    
  "Sechs Gewebetiere", ein Semi-Naturwissentschaftliches Projekt von:

Claudia Schumacher - Objekte
Michael Scheu - Zeichnungen u. Texte

Zu sehen vom 27.01.2008 - 17.02.2008
in "EX NATURA" zusammen mit Arbeiten von Anja Landen

im Atelierhaus Aachen, Süsterfeldstrasse 9, 52070 Aachen

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di-Fr 10 - 13 Uhr/So 12 - 15 Uhr






 
  Ausstellung im Natuurhistorisch Museum Maastricht  
  Unsere 6 Gewebetiere haben es geschafft!

Aufnahme im Naturkundemuseum - das Lebensziel jeder neuen Tierart!

Ab dem 24. Mai 2008 sind die Schnurmolluske und die anderen fünf Tiere im
wunderschönen "Kabinet" (Original 19.Jahrhundert) im

Natuurhistorisch Museum Maastricht zu sehen.

Die Eröffnung ist am Samstag 24. Mai 2008, 16:00 Uhr

Ausstellung bis einschliesslich 06.Juli 2008
zu den Öffnungszeiten des Museums:

Mo-Fr 10:00 - 17:00 Uhr
Sa-So 14:00 - 17:00 Uhr

De Bosquetplein 7, 6211 KJ Maastricht

(www.nhmmaastricht.nl)
     
  Ein Plädoyer für die Einheit von Kopf und Hand  
      Der Aachener Glasmaler Michael Scheu liebt themengebundene Ausstellungen

Aachen (so). „Es Ist mir ein Bedürfnis, die Dinge in der Hand zu behalten", so lautet das Bekenntnis des Aachener Glasmalers Michael Scheu. Anders ausgedrückt, die von den öffentlichen Vertretern des Kunsthandwerks - so auch des ZDH In seinem Kulturpapier - vertretene These von der Einheit von Kopf und Hand als zwingender Voraussetzung dessen, was Kunsthandwerk im Kern ausmacht, Ist für Ihn eine Selbstverständlichkeit. Das kommt sicherlich nicht von ungefähr, wenn man einen Blick auf den Bildungsgang des jungen Glasmalers wirft.

Michael Scheu, geboren 1965 in Katzenellenbogen im Taunus, lernte von 1982 bis 1985 an der staatlichen Glasfachschule in Hadamar sein Handwerk. Zwischen 1987 und 1993 arbeitet er in den Glasstudios Derix in Taunusstein, wo er zahlreiche Projekte für und gemeinsam mit Professor Johannes Sehreiter verwirklichte. Er bewertet diese Zeit heute als sehr positiv,
quasi als eine erweiterte Lehre, hat sie ihm doch viele Techniken vermittelt, die er in der Grundausbildung nicht lernen konnte.

Von 1993 bis 1996 besuchte Michael Scheu die Meisterschule, um im Anschluss daran an der Akademie für gestaltende Handwerke in Aachen zu studieren. Seine Examensarbeit dort waren sechs Kryptafenster für die Kirche St. Gregorius in Aachen. Sie behandelten das Thema Schöpfung. In Braille-Schrift ist der Bibeltext in Bleiplatten eingeprägt und mit farbigen roten und blauen Gläsern hinterlegt. Der Text wirkt fremd und ist doch so vertraut.

Seit 2000 arbeitet Michael Scheu freiberuflich künstlerisch in Aachen. Er hat seither sowohl Auftragsarbeiten, vor allem im Kirchenbau, übernommen als auch nicht raumgebundene Arbeiten entwickelt. Eine wichtige Station waren für ihn die Fenster der Taufkapelle der Kirche St. Philip Neri in Aachen. In der Arbeit für Kirchenbauten sieht Michael Scheu für sich selber eher eine Herausforderung als eine Einschränkung.
Die Kirchenvorstände lassen ihm in der Regel eine größere Freiheit in der künstlerischen Gestaltung als andere Auftraggeber.

Zu viel Freiheit empfindet er gar nicht als aufregend. Deshalb liebt er für seine freien künstlerischen Arbeiten themengebundene Ausstellungen, die ihm eine gewisse Disziplin abzwingen. Themengebundene Ausstellungen bietet ihm alljährlich die Gruppe „Westwerk21" - ein lockerer Zusammenschluss von ehemaligen Absolventen der Aachener Akademie -, die sich im Rahmen der „Passagen" in Köln präsentiert. Daran schätzt er vor allem auch die Zusammenarbeit mit den ehemaligen Studienkollegen. In diesem Jahr lautet das Thema „Drei Zimmer, Küche, Diele, Bar", zu dem Michael Scheu zwei Stelen geschaffen hat, die die Themenstellung abstrahieren.

Bei aller Freiheit, die er sich bei seinen künstlerischen Arbeiten nimmt, versucht Michael Scheu trotzdem, sich stets auf den Raum zu beziehen - wie es in der klassischen Glasmalerei üblich ist. Trotzdem hat er mit der Architektur der vorgegebenen Ausstellungsräume auch immer wieder Probleme. So entstand die Idee, bewegliche Stelen zu schaffen, die nach Belieben mit künstlichem Licht erhellt oder dem Tageslicht ausgesetzt werden.

Mit dem Schmelzofen im Atelier, möchte er sich auch die dritte Dimension erschließen. Denn die Glasmalerei ist - historisch gesehen - immer nur zweidimensional. Scheu ist davon überzeugt, mit den heißen Glastechniken, die ihm der Schmelzofen eröffnet, quasi „aus dem Bauch heraus" arbeiten zu können. Die kalten Glasveredelungstechniken - und dazu gehört auch die Glasmalerei - zwingen immer zu einer exakten Planung und damit zu einer außerordentlichen künstlerischen Disziplin.
(Deutsches Handwerksblatt 19.12.02)
 
  „Ex Natura“: Gewebetiere aus der Kunstwelt geschlüpft  
      Aachen. Wissen Sie, was eine «Scaphobodia consimilis» oder auch eine «Neptunea sublimis» ist? Die Zeppelinschnecke und der drei-gestielte Süßwasserkegel sind fiktive Meeresbewohner und gehören der Gattung der textilen Gewebetiere an.

«Die wunderliche Welt der Textilen Gewebetiere» ist seit Sonntag, 27. Januar, Teil der Ausstellung «Ex Natura», im Aachener Atelierhaus in der Süsterfeldstraße zu sehen. Die Ausstellung besteht aus dem semi-naturwissenschaftlichen Projekt der beiden Künstler Michael Scheu und Claudia Schumacher und Fotografien, Zeichnungen, Bildern sowie Drahtobjekten von Anja Landen.??Die «wunderliche Welt der Gewebetiere» präsentiert in einer Glasvitrine sechs textile Organismen. Durch beigefügte Texte und Zeichnungen werden die Tiere, ihre Anatomie, ihr Lebensraum, Lebensweise und Fortpflanzung wie in einer Art Naturkundemuseum erläutert. Darüber hinaus werden Abstammung und Nomenklatur durch einen evolutionären Stammbaum erklärt. Die Tiere selbst bestehen zum einen Teil aus Fundstücken, die Claudia Schumacher am Strand gefunden hat, zum anderen aus gehäkelten Teilen. ??Durch die Authentizität der Ausstellungsstücke und deren Erläuterungen spielen die beiden Künstler mit der Wahrnehmung der Besucher. Wie in der fiktiven Literatur wird der Zuschauer in die Welt der Gewebetiere entführt - so wird vielleicht erst auf den zweiten Blick klar, dass es sich tatsächlich um erfundene Tiere handelt. . «Ex Natura» ist bis zum 17. Februar im Atelierhaus Aachen zu sehen.

aus: Aachener Zeitung v. 28.01.2008

 
  < Seitenanfang